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Die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 ist Teil der inzwischen sechsten Neuauflage der beliebten Bergsteigeruhr. Mit ihrem dezenten Retro-Design soll die Ergänzung der Prospex-Kollektion vor allem an die „Grüne Alpinist“, die SARB017 erinnern, die bei Liebhabern inzwischen zum echten Sammlerstück avanciert ist. 

Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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Seiko Uhren im Uhrenshop WATCHDAVID

Seiko in der Uhrenlounge

Die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 wurde mir für diesen Uhren-Test freundlicherweise vom Online-Portal uhrenlounge.de zur Verfügung gestellt. Die Uhrenlounge der Aika Juweliere aus Dresden hat sich auf den Onlineverkauf von Uhren namhafter Hersteller wie Oris, Tissot, Hamilton und natürlich Seiko spezialisiert, mit denen die Uhrenlounge als autorisierter Global Brand Retailer zusammenarbeitet. Am Ende dieses Testberichts findet Ihr Links zum Shop, in dem es neben einem Seiko Angebot, das seinesgleichen sucht, noch viele weitere interessante Zeitmesser gibt! Bei Fragen rund um das Thema Uhren steht euch der kompetente Kundenservice der Uhrenlounge zur Verfügung.

Eine Uhr für Alpinisten

Seit mittlerweile sechzig Jahren taucht die Alpinist regelmäßig in der Modellpalette von Seiko auf. 1961 führte der japanische Uhrengigant das Modell erstmalig ein, um vorrangig japanischen Bergsteigern und -forschern eine funktionale und robuste Armbanduhr zu bieten. Die umherwandernden Bergsteiger werden von den Japanern „Yama-otoko“ genannt, was man hierzulande wohl sinngemäß mit dem Ausdruck „Alpinist“ übersetzen könnte und den Spitznamen der Bergsteigeruhr erklärt. 

Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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In ihrer mittlerweile sechsten Auflage ist die Seiko „Alpinist“ inzwischen Teil der Prospex-Kollektion. Am charakteristischen und Seiko-typischen Design hat sich nicht allzu viel verändert. Das Innenleben ist grundlegend erneuert worden, dazu sind ein paar weitere Farbvarianten gekommen. Unter anderem auch mein heutiges Testmodell mit der Referenznummer SPB155J1. Mit ihrem grünen Zifferblatt samt Farbverlauf gilt sie als Hommage an die „Grüne Alpinist“ (Referenznummer SARB017), die für Seiko-Fans legendär ist.

Das Datenblatt klingt vielversprechend. Im Inneren der Bergsteigeruhr verbaut Seiko sein hauseigenes 6R35 Manufakturkaliber, das seine außerordentliche Leistung schon beim Test der Seiko Prospex SPB143J1 Automatic200m unter Beweis stellen konnte. Dazu ein Edelstahlgehäuse, ein durchsichtiger Gehäuseboden und vieles mehr. Ich bin gespannt, wie sich meine erste Seiko Nicht-Taucheruhr im Test schlägt!

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Im Unboxing

Die weiße Box ist eine Nummer kleiner als die der wuchtigen Seiko Prospex Tuna Solar Black SNE577P1, meiner letzten Seiko Uhr. Ich befreie die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 aus ihrer Verpackung und begutachte den Automatikzeitmesser das erste Mal. Mein erstes „Land“-Modell des Herstellers gefällt mir außerordentlich gut. Mit ihrem sympathischen Retro-Design samt dem grünen Zifferblatt dürfte diese Konfiguration das beliebteste Modell der Alpinist-Serie sein. Der glänzende Edelstahl vermittelt Wertigkeit, wie man sie von Seiko kennt und schätzt. 

Die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 am Handgelenk

Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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Ich öffne die Faltschließe des Edelstahlarmbandes und lege den Retro-Zeitmesser um. „Zeitlos schön“, wäre die passende Beschreibung der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 am Handgelenk. Die kompakte Uhr fällt weder durch große Abmaße noch durch ein experimentelles Design auf, sondern begeistert mit Understatement und Eleganz. Das grüne Zifferblatt sorgt trotzdem dafür, dass man die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 als eine besondere Uhr wahrnimmt. Wer diese Farbkombination trägt, zeigt Stilbewusstsein. 

Bei einem Durchmesser von sehr kompakten 38 Millimetern misst die Bauhöhe des Gehäuses 12.9 Millimeter. Die Automatikuhr liegt also bei harmonischen Proportionen noch recht flach auf dem Handgelenk auf.

Ein solides Gehäuse mit spannenden Details 

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Werfen wir einen Blick auf das Gehäuse im Detail. Grundlegend besteht es aus einem Mittelbau, der geschwungen in die Bandanstöße übergeht und aus Edelstahl gefertigt ist. Hier hat Seiko sich für polierte als auch satinierte Oberflächen entschieden. Die Lünette auf der Ober- und der Gehäuseboden auf der Unterseite des Mittelbaus sind dagegen vollständig poliert und bestimmen das Erscheinungsbild der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1. Auffälligstes Designmerkmal der Lünette ist ihre abgeschrägte Form, die ich so bisher selten gesehen habe. 

Der sechsfach verschraubte Gehäuseboden besticht durch sein Sichtfenster, auf das Seiko bei meinen bisherigen Test-Uhren verzichtet hat. Es besitzt eine ansprechende Größe und gewährt einen Blick auf das Uhrwerk, das wir uns gleich näher anschauen werden. Am Rand sind die diversen Spezifikationen der Herrenuhr sauber eingraviert. So auch die Wasserdichtigkeit, deren Wert Seiko mit 20 bar angibt. 200 Meter Tauchtiefe sind für eine nicht als Taucher ausgewiesene Uhr ein sehr guter Wert. Tiefe Bergseen stellen für die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 kein Hindernis dar. 

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Ich bin zugegebenermaßen doch recht froh, dass Seiko sich beim Uhrenglas für hochwertigen Saphir entschieden hat. Erfahrungsgemäß setzen die Japaner bei Modellen im dreistelligen Preissegment gern auf das eigene Hardlexglas, bei dem es sich um veredeltes Mineralglas handelt. Das erfüllt seinen Zweck, keine Frage. Aber es geht doch nichts über Saphirglas. Vor allem, wenn es wie bei der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 entspiegelt ist und sich so gerade in der Sonne noch bestens ablesen lässt. Die charakteristische Wölbung ist typisch für Uhren aus den 60er Jahren.

Das Seiko 6R35 im Detail

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Mit der verschraubten Krone ziehe ich das Uhrwerk auf. Der Sekundenzeiger beginnt sich zu bewegen und läuft flüssig um das Zifferblatt – ein Vorgeschmack auf das Manufakturkaliber.

Das Seiko 6R35 hat man unter den allgegenwärtigen Schweizer Uhrwerken von Sellita oder ETA oft nicht auf dem Schirm. Völlig zu Unrecht, wie ich finde. Seiko baut das Automatikwerk in Eigenregie und bereitet es passgenau für den Einsatz in seinen Uhren vor. Im Alltag ist das Manufakturkaliber ein echtes Arbeitstier und bringt es auf eine Gangreserve von bis zu 70(!) Stunden. Damit ist Seiko vielen der etablierten Automatikwerke um Einiges voraus. Bei 24 Steinen kommt es auf 21600 Halbschwingungen pro Stunde. Ähnlich gut wie seine Ausdauer ist die Genauigkeit des Kalibers. Durch das Sichtfenster könnt Ihr das 6R35 mitsamt seinem Rotor mit Herstellerschriftzug bewundern.

Zifferblatt und Armband der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1

Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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Das dunkelgrüne Zifferblatt besitzt eine interessante, leicht angeraute Oberflächenstruktur, die es passend zum ursprünglichen Einsatzgebiet der Uhr irgendwie rustikal aussehen lässt. Nicht fehlen darf natürlich ein Verlauf, durch den der Grünton am äußeren Rand fast schwarz wird. 

Auf dem Zifferblatt selbst findet nicht nur der passionierte Bergsteiger alle wichtigen Informationen. Unaufgeregt und dezent wurden die arabischen Indizes, Minuterie und die Namensschriftzüge in geschmackvollen Weiß- und Cremetönen aufgedruckt. In der Dunkelheit sind Indizes und Zeiger dank Leuchtmasse gut abzulesen. Die verspielte Form der Zeiger selbst finde ich sehr interessant und sympathisch. Bei 3 Uhr hat Seiko seiner Prospex „Alpinist“ SPB155J1 ein schlichtes Datumsfenster spendiert, das wie auch der Rest des Zifferblattes vor allem eines ist: funktional.

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Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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Zuletzt noch ein paar Worte zum Armband. Dieses fügt sich nahtlos in das Edelstahldesign des Gehäuses ein und ist satiniert. Dank einer Faltschließe mit integrierten Sicherheitsdrückern bietet es dem Träger der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 einen sicheren Halt im Alltag. Am Tragekomfort gibt es nichts auszusetzen. Dieser war während der Testtage sehr gut. 

Ein nettes Detail: der eingravierte Seiko-Schriftzug auf der Faltschließe.

Mein abschließendes Fazit zur Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1

Seiko Prospex Alpinist SPB155J1
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Mit der Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 habe ich meine erste „Land“-Uhr aus der Prospex-Kollektion testen dürfen. Das Fazit fällt durch die Bank positiv aus. Die Alpinist ist eine mehr als solide Armbanduhr mit sportlich-abenteuerlichen Genen. Das Leben in der Natur meistert der dunkelgrüne Zeitmesser mit guter Qualität, einem leistungsfähigen Uhrwerk und Taucheruhren-verdächtiger Wasserdichtigkeit. 

Und sonst so? Sicherlich kommt die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 eher für diejenigen in Frage, die diese Werte im Alltag am Handgelenk tragen wollen. Für dieses Einsatzgebiet eignet sich auch das Design der Bergsteigeruhr, das funktional und retrospektiv ist. Echte Seiko Fans kommen bei der Alpinist so oder so voll auf ihre Kosten! Apropos Kosten: preislich liegt die Seiko Prospex „Alpinist“ SPB155J1 bei 699,- Euro. Angesichts der gewohnt guten Seiko-Qualität ist das ein fairer Preis – typisch Seiko eben. 

Im Folgenden findet Ihr alle Links zum Shop der Uhrenlounge. Dieser gilt abschließend auch mein Dank für die gute Kooperation beim Test der Uhr!

Mehr zu Seiko und der Prospex „Alpinist“ SPB155J1

Hier geht’s zur Uhr im Shop

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Galerie

Technische Daten

NameSeiko Prospex „Alpinist“

ReferenznummerSPB155J1

MarkeSeiko

KategorieRetro Uhren / Sportuhr

Preis ab699,- Euro

Garantie2 Jahre

Gehäuse Material316L Edelstahl

Durchmesser38.00 mm

Höhe12.90 mm

UhrenglasAntireflexbeschichtung / Saphirglas

UhrentypAutomatik

Wasserdicht bis20 bar (200 m / 660 ft)

Uhrwerk NameSeiko 6R35

Ganggenauigkeit70 Stunden

FunktionenDatum / Minute / Sekunde / Stunde

Ziffernblattfarbegrün

Indizesarabische Ziffern

BesonderheitenIndizes mit Leuchtmasse gefüllt

LünetteEdelstahl / grau

Armband Farbegrau

Armband Material316L Edelstahl

Schließe316L Edelstahl / Faltschließe