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Die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 ist eine der Top-Taucheruhren der japanischen Marke. Wer Seiko wie ich bisher als Hersteller von hochwertigen Taucheruhren für vergleichsweise wenig Geld zu schätzen wusste, wird sich vielleicht auch das eine oder andere Mal gefragt haben: wie gut müssen dann erst Seikos Topmodelle sein? Dieser Test liefert die Antwort…

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Seiko in der Uhrenlounge

Für diesen Test wurde mir die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 freundlicherweise vom Online-Portal uhrenlounge.de zur Verfügung gestellt. Die Uhrenlounge der Aika Juweliere aus Dresden ist auf den Onlineverkauf von Uhren namhafter Hersteller wie Oris, Tissot, Hamilton oder eben auch Seiko spezialisiert. So haben wir beispielsweise auch schon beim Test der Seiko Prospex SPB143J1 Automatic 200m erfolgreich zusammengearbeitet. Am Ende dieses Testberichts findet Ihr Links zum Shop, in dem es neben einem Seiko Angebot, das seinesgleichen sucht, noch viele weitere Zeitmesser gibt! Bei Fragen rund um das Thema Uhren steht euch der kompetente Kundenservice der Uhrenlounge zur Verfügung.

Seikos Königsklasse

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Meine erste Seiko Test-Uhr war eine Seiko Prospex Samurai SRPF79K1aus der „Save the Ocean“-Kampagne des Herstellers. An mein abschließendes Fazit kann ich mich noch ziemlich genau erinnern. Ein gutes Gesamtpaket, vergleichsweise günstig (gerade einmal 620,- Euro) und daher vor allem für Einsteiger geeignet. Seiko ist mit seinem riesigen Sortiment allerdings nicht nur im dreistelligen Preissegment vertreten. Unter dem Namen Marinemaster veröffentlicht der japanische Hersteller bereits seit Jahren Uhren, die es problemlos mit den Topmodellen des Premiumsegments aufnehmen können. Darunter fallen des Öfteren auch limitierte Editionen, die bei Sammlern und Liebhabern der Traditionsmarke begehrt sind.

Um selbst einmal zu spüren, wie gut Seiko wirklich ist, hat mir die Uhrenlounge die Seiko Prospex Marinemaster „MM300“ mit der Referenznummer SLA021J1 für einen detaillierten Test samt Uhrenfotografie zur Verfügung gestellt. Ob der wuchtige Zeitmesser zur Königsklasse der Taucher gehört? Das möchte ich herausfinden…

Das Unboxing: ein echter Riese

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Die eigentümliche Verpackung besitzt eine Art Fenster, durch das man auf den aufgedruckten Namen der Kollektion blicken kann. Sehr interessant; das habe ich so auch noch nicht gesehen. Unter dem schwarzen Deckel der Box mit der ungewöhnlichen Oberfläche entdecke ich zuerst die gewohnt dicke Bedienungsanleitung. Dann kommt die noch verpackte Uhr zum Vorschein. Der erste Eindruck lässt sich nur schwer in Worte fassen. Das „Weckerchen“ ist ein wahrer Riese aus Edelstahl. Brachial, maskulin und sofort als Seiko-Taucher zu identifizieren. Die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 gefällt mir auf Anhieb gut.

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Sein klassische Taucheruhrendesign hat Seiko hier bis zur Perfektion getrieben. Große, runde Indizes, eine Taucherlünette und das massive Gehäuse verleihen der Uhr ein zeitloses Design, das Spaß macht. Mehr dazu aber später.

Fast hätte ich es vergessen: in die Verpackung hat Seiko noch ein Wechselarmband aus schwarzem Kautschuk gelegt, das für mich der klare Favorit ist, wenn man die Uhr wirklich mit auf das offene Meer nehmen möchte.

Die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 am Handgelenk

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Auf dem Papier sind die Ausmaße der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 gewaltig. 44.30 Millimeter misst das Gehäuse im Durchmesser, 15.40 Millimeter in der Höhe. Dazu kommt ein stolzes Gewicht von über 200 Gramm, das man am Handgelenk auch durchaus spürt. Eines ist klar: wer einen leichten, sehr kompakten und dezenten Zeitmesser sucht, der ist hier falsch. Die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 ist eher selbstbewusst, sportlich-funktional und alles andere als unauffällig. Dank des speziellen Gehäusedesigns, das an den Seiten durch eine durchgängige Kante auffällt, wirkt die Taucheruhr trotzdem nie klobig, sondern sportiv und etwas schlanker, als sie wirklich ist.

Meine Meinung zum Look klassischer Taucheruhren kennt Ihr ja: das funktioniert immer! Egal bei welchem Anlass, ob beim Meeting, am Pool oder beim Geschäftsessen. Wer eine Taucheruhr wie die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 trägt, fällt positiv auf – durch Stilbewusstsein, guten Geschmack und Sportlichkeit. Eine Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 nicht empfehlen kann man also gar nicht.

Das Gehäuse: massiv und robust

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Das Gehäuse der Taucheruhr besitzt eine unkonventionelle Form. Richtig rund ist es nicht, eher einem Sechseck nachempfunden. Zentrales Gestaltungsmerkmal ist, wie eben schon genannt, die Kante, die auf beiden Seiten verläuft und der Gehäuseform ein dynamisches Erscheinungsbild verleiht. Nahtlos und geschwungen geht es in die Bandstöße über. Wie gewohnt setzt Seiko auf Edelstahl, der in der Fertigung mit einem besonderen Super-Hard-Coating veredelt wurde. Es sorgt dafür, dass die Oberflächen noch resistenter gegenüber Kratzern sind. Das ist auch nötig, schließlich sind diese vor allem an den Seiten poliert. Die Materialverarbeitung lässt keine Wünsche offen, was man beim Anblick meiner Uhrenfotografien erkennen dürfte.

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Eine weitere Besonderheit stellt der Aufbau des Gehäuses als solcher dar. Im Gegensatz zu konventionellen Lösungen ist der Gehäuseboden der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 nicht mit dem Mittelteil verschraubt, sondern fester Bestandteil, weswegen man das Gehäuse auch als Monocoque bezeichnen könnte. Folglich lässt sich der Gehäuseboden nicht öffnen. Will man an das Uhrwerk, muss man die Seiko Prospex Marinemaster über die Vorderseite öffnen. Ein Vorteil, der sich durch diese Konstruktion ergibt, ist die Wasserdichtigkeit. Die liegt laut Herstellerangaben bei 300 Metern, bzw. bei einem maximalen Druck von 30 bar. Natürlich darf ein Detail des Gehäusebodens nicht fehlen: die eingravierte große Welle von Kanagawa, ein typisches Merkmal von Seiko Uhren.

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An der Front wird das Zifferblatt der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 durch Saphirglas geschützt, das besonders massiv, stoßsicher und kratzfest ist. Umschlossen ist es von der Taucherlünette aus Edelstahl, die sich einseitig drehen lässt. Die feinen Klicks rasten sehr sauber ein. Dank der geriffelten Seiten lässt sich die Lünette besonders gut bedienen.

Uhrwerk und Krone der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1

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Seiko verbaut im Inneren seiner Prospex Marinemaster ein hauseigenes Manufakturkaliber. Das 8L35 ist ein Automatikwerk mit einer ausdauernden Gangreserve von bis zu 50 Stunden. Bekannt ist es für seine Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Der Aufzug über die verschraubte Krone ist dank der Kannelierung und der ordentlichen Größe sehr einfach. Anders als bei den meisten Uhren liegt die Krone nicht bei 3, sondern bei 4 Uhr. So stört sie weniger am Handrücken.

Zifferblatt und Lünette der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Auf dem schwarzen Zifferblatt findet man alles, was man für den Alltag oder den Tauchgang benötigt – nicht mehr und nicht weniger. Das bedeutet, dass das Zifferblatt der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 sehr reduziert und aufgeräumt bleibt. Neben großen, kreisrunden Stundenindizes und breiten Zeigern enthält es nur die Markenschriftzüge sowie ein Datumsfenster bei 3 Uhr.

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Ich persönlich bin ein großer Fan der kreisförmigen Stundenmarkierungen. Sie gewährleisten eine optimale Ablesbarkeit und stehen meiner Meinung sinnbildlich für die typische Taucheroptik. Unverzichtbar auf Tauchgängen und in der Dunkelheit ist die Beleuchtung. Hier setzt Seiko auf seine in Eigenregie entwickelte Lumibrite-Leuchtfarbe, an deren Leuchtkraft es nichts auszusetzten gibt. Ihr findet sie ebenfalls auf der Lünette.

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Werfen wir zu guter Letzt noch einen Blick auf das Armband. Seiko spendiert seiner Super-Taucheruhr gleich zwei Bänder, die Ihr nach Lust und Laune tauschen könnt. Standardmäßig ist das Edelstahlband befestigt, das dasselbe Super-Hard-Coating wie das Gehäuse besitzt. Auch hier müsst Ihr Euch also keine Sorgen um Kratzer machen. Die Faltschließe sorgt für einen besonders sicheren Halt. Die Taucherverlängerung garantiert zudem wertvolle Millimeter mehr Umfang, damit die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 auch noch über den Neoprenanzug passt.

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Dagegen empfehle ich Euch die Kautschukalternative, wenn Ihr mit der Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 aktiv werden möchtet. Beim Sport oder im Urlaub hält es allen Anforderungen stand.

Mein Fazit zur Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1

Die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 ist ein echtes Schwergewicht unter den Premium-Taucheruhren; und das im doppelten Sinne. Wo Seiko bei den preisgünstigeren Modellen schon gute Arbeit leistet, kann man hier ohne Bedenken sagen, dass der japanische Hersteller das Niveau noch einmal spürbar angehoben hat. Auswahl und Verarbeitung der Materialien sind makellos. Beim Design macht Seiko keine Experimente – und das ist auch gut so. Denn die Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1 ist optisch genau die Taucheruhr, die wir uns alle eigentlich wünschen, oder? Zeitlos, elegant, funktional und selbstbewusst.

Im Shop der Uhrenlounge kostet das Topmodell aus dem Hause Seiko aktuell 3200,- Euro. Dort findet Ihr auch noch weitere spannende Taucheruhren des japanischen Herstellers. Mein abschließender Dank gilt noch einmal der Uhrenlounge, die mir die Uhr zur Verfügung gestellt hat.

Seiko Marinemaster MM300 SLA021J1
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Mehr über Seiko und die Prospex Marinemaster MM300 SLA021J1

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Galerie

Technische Daten

NameSeiko Prospex Marinemaster MM300 SLA021J1

ReferenznummerSLA021J1

MarkeSeiko

KategorieTaucheruhren

Preis ab3.200,- Euro

Garantiek.A.

Gehäuse Material316L Edelstahl

Durchmesser44.00 mm

Höhe15.40 mm

UhrenglasSaphirglas

UhrentypAutomatik

Wasserdicht bis30 bar (300 m / 1000 ft)

Uhrwerk Name8L35

Ganggenauigkeit50 Stunden

FunktionenDatum / Minute / Sekunde / Stunde

Ziffernblattfarbeschwarz

Indizespunktförmig

Besonderheitenmit Leuchtmasse gefüllt

LünetteTaucherlünette

Armband Farbegrau

Armband Material316L Edelstahl

Schließe316L Edelstahl / Faltschließe