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Hamilton stellt mit der Ventura Elvis80 Skeleton die aktuelle Neuauflage seines berühmten Klassikers vor. Die Ikone aus dem Jahr 1957 war die erste elektrische Uhr der Welt und fiel durch ihr ungewöhnliches, dreieckiges Design mit einer Pulslinie auf. Ob die Neuinterpretation mit diesem Meilenstein Schritt halten kann und was Elvis Presley mit der Uhr zu tun hatte, lest Ihr in diesem Test!

Eine Uhr für den King of Rock ‘n‘ Roll

Der Uhrenhersteller Hamilton gehört zwar inzwischen zur Swatch Group, seine Wurzeln liegen aber in den Vereinigten Staate, wo die Firma 1892 gegründet wurde. Mit seinem außergewöhnlichen Design zieht die Uhr seit jeher Filmstars und Sänger an, weswegen Hamiltons Uhren stark in Hollywood vertreten sind. Auch Elvis Presley war bekennender Fan der unkonventionell gestalteten Zeitmesser. Eins seiner Lieblingsmodelle war die Ventura, die Hamilton 1957 auf den Markt brachte. Die Uhr galt als die erste elektrische der Welt und rief bei den Kunden Assoziationen mit Science-Fiction hervor, was ihr den Beinamen „Uhr der Zukunft“ einbrachte. Neben dem dreieckigen Umriss war die Pulslinie, die das Zifferblatt schmückte, ihr Markenzeichen.

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Elektrisierend: die neue Ventura. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Knapp 65 Jahre später ist Elvis Presleys Lieblingsuhr zu einer echten Legende geworden. Dies hat Hamilton veranlasst, den Zeitmesser noch einmal neu zu interpretieren und zu Ehren des King of Rock ‘n‘ Roll als Ventura Elvis80 Skeleton vorzustellen. Die Neuauflage ist allerdings keine bloße Kopie des Originals aus den 50er Jahren geworden. Hamiltons Ansatz ist radikaler gewählt. Der Uhrenhersteller selbst gibt an, die dreieckige Kontur des Zeitmessers leicht verändert zu haben, um Tragekomfort und Ergonomie zu verbessern. Die auffälligste Neuerung ist aber das Zifferblatt – oder besser gesagt das, was davon noch übriggeblieben ist. Schließlich wurde es nahezu vollständig skelettiert, was der Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton ein noch extremeres Erscheinungsbild verleiht. Geblieben ist die charakteristische Pulslinie, die nun durch ein Zickzackmuster ergänzt wird.

Der erste Auftritt setzt ein Statement. Ob die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton aber ernstzunehmendes Potenzial besitzt, in die Fußstapfen seines großen Vorbildes zu treten, möchte ich im Test herausfinden.

Der erste Eindruck: futuristisch und außergewöhnlich!

Die von Hamilton veröffentlichten Bilder haben nicht gelogen. Als ich die Ventura Elvis80 Skeleton Auto auf meinem Tisch auspacke, schaue ich auf etwas, was ich in dieser Art noch nie gesehen habe. Ihre radikale Wirkung verfehlt die Uhr keineswegs. Die Kombination aus einem dreieckigen, sehr ergonomisch geformten Gehäuse mit einer Beschichtung in Roségold, dem skelettierten Zifferblatt und der kantigen Pulslinie machen einen sehr extravaganten Eindruck. Mir wird schnell klar, dass es das ist, was Elvis an dieser Uhr so geliebt haben muss. In Verbindung mit einem schwarzen Kautschukarmband sieht die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton deswegen sehr futuristisch aus. Dabei muss man bedenken, dass das Grundkonzept dieser Uhr schon fast 65 Jahre alt ist!

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Charakteristisch ist die dreieckige Form. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Neuauflagen von berühmten Originalmodellen in der Uhrenbranche gibt es viele. Die Kunst eines erfolgreichen Remakes besteht darin, der Ikone ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu verpassen, ohne dass das Modell seinen ursprünglichen Charme verliert. Hamiltons Hommage ist auf den ersten Blick als Ventura zu erkennen, aber dennoch eine ganz andere Uhr. Auf das minimalistische Zifferblatt des Originals wurde verzichtet. Die skelettierte Version sorgt für Aufsehen und verstärkt die Extravaganz des dreieckigen Gehäuses. Zusammen mit der roségoldenen Pulslinie verbildlicht dieses Design ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der alten Ventura: ihre elektrische Antriebsweise.

Tatsächlich hat Hamilton von diesem elektrischen Werk aber Abstand genommen. Durch den skelettierten Gehäuseboden blickt man auf ein Automatikwerk.

Mehr als nur eine Kopie? Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton am Handgelenk

Eine Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton muss man tragen wollen. Die extravagante Uhr unterstreicht am Handgelenk einen außergewöhnlichen Charakter. Wer die Uhr mit Stolz und Selbstsicherheit trägt, profitiert von dieser Wirkung. Trotz ihres unkonventionellen Gehäuses ist die Ventura nie zu überdreht und fällt somit nicht negativ auf. Das Design und die hochwertigen Materialien verleihen der Uhr ein sehr edles und stilbewusstes Erscheinungsbild, wie ich ausmachen kann. Irgendwie scheint dieser Zeitmesser für besondere Menschen gemacht zu sein – und somit für alle, die nach mehreren runden Uhren etwas Neues ausprobieren wollen. Vielleicht ist es auch der gewisse „American Spirit“, der so charakteristisch für Hamilton ist.

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Diese Uhr wird mit Stolz getragen. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Schweizer Handwerkskunst wird hier erkennbar: das dreieckige Gehäuse

Neben diesen amerikanischen Wurzeln kommen auch die Schweizer Tugenden von Hamilton im Design der Ventura Elvis80 Skeleton Auto zum Vorschein, vorrangig in der sehr guten Verarbeitung der Materialien und in der Technologie.

Beim Gehäuse hat der Uhrenhersteller das erkennbare Ziel gehabt, die Dreiecksform nicht eins zu eins zu rekonstruieren, sondern zu verbessern. Die Gehäuseform ist deutlich schlanker geworden, was der Uhr ein ergonomisches und dynamisches Design verleiht. Als Material kommt Edelstahl zum Einsatz, der besonders robust und langlebig ist. Die PDV-Beschichtung in Roségold verleiht der Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton ein elegantes und hochwertiges Aussehen. Die Gravuren auf dem Gehäuseboden sind handwerklich spitze.

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Der Gehäuseboden. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Um die Skelettierung perfekt zu machen, hat Hamilton den Gehäuseboden vollverglast, was einen atemberaubenden Blick auf das Innenleben der Uhr gewährt. Auf Vorder- und Rückseite hat Hamilton Saphirglas verbaut, das die fein gearbeiteten Komponenten von Zifferblatt und Gehäuse vor Stößen schützt. Die Krone bei 3 Uhr ist ebenfalls mit Roségold beschichtet und kanneliert, was die Bedienung verbessert.

Den Herstellerangaben zufolge ist die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton auf einen maximalen Wasserdruck von moderaten 5 bar ausgelegt. Ich rate Euch allerdings, die Uhr vor dem Schwimmen gehen abzulegen. Die Ventura ist nicht auf den Einsatz als Taucheruhr ausgelegt. Wasserspritzer sind allerdings kein Problem.

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Aufgrund der tollen Verarbeitung eine Klasse für sich. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Ausdauer beim Uhrwerk der Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton

Blickt man also nun durch den gläsernen Gehäuseboden, kann man das Herzstück der Ventura, das Automatikwerk aus Schweizer Fertigung bestaunen. Hamilton setzt hier nicht mehr auf den 50er Jahre Charme, sondern auf moderne Technologie und Innovation. Angetrieben wird die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton von einem H-10-S Kaliber mit Automatikaufzug. Hamilton selbst gibt an, auf einen Hemmungsregulator verzichtet zu haben. Zudem wurde die kinematische Kette vom Federhaus bis zur Hemmung verfeinert. All das führt dazu, dass das H-10-S Kaliber mit einer Gangreserve von bis zu 80 Stunden ausgestattet ist! Das ist etwa das Doppelte von dem, was die meisten Automatikwerke erreichen.

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Ausdauernd: das Gehäuse. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Loben muss man, dass die Uhrenfirma auch bei einem Remake eines Klassikers immer noch den Anspruch besitzt, die Uhr mit modernster Technik auszustatten. Der „Hamilton“-Schriftzug und das Logo sind auf den Rotor eingraviert. Kennt man die Vorzüge des Automatikkalibers, neigt man gerne dazu, die Uhr des Öfteren abzunehmen und es durch den Gehäuseboden zu betrachten.

Ein elektrisierendes Zifferblatt

„Elektrisierend“ wäre wohl der passende Begriff, um den außergewöhnlichen Look des Zifferblattes zu beschreiben. Hier ist der Uhr die wohl gravierendste Veränderung widerfahren. Bis auf die verbliebenen, vertikalen Zickzacklinien und einen schwarzen Rahmen ist das Zifferblatt nahezu vollständig skelettiert – und das auf einem sehr hohen Niveau! Eine Skelettierung ist teuer und technisch anspruchsvoll. Hamilton hat dies hier meiner Meinung sehr gut umgesetzt.

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Die ikonische Pulslinie. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Horizontal verläuft die charakteristische Pulslinie, die ebenfalls die PDV-Beschichtung in Roségold erhalten hat. Das Zusammenspiel mit dem sichtbaren Uhrwerk und den Zickzacklinien führt tatsächlich dazu, dass ich das Design sofort mit Elektrizität assoziiere. Eine sehr gelungene Anspielung auf das elektrisch angetriebene Originalmodell, wie ich finde. Sicher liegt der Hauptfokus des Zifferblattes nicht mehr auf einer besonders guten Ablesbarkeit. Die ist bei dieser Uhr aber auch zweitrangig und im Prinzip nicht schlecht.

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Das Armband – futuristisch und aus Kautschuk gefertigt

Ob Elvis schon Kautschukarmbänder kannte? Bei der Entwicklung einer futuristisch aussehenden Uhr wie der die Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton ist Kautschuk fast schon selbstverständlich. Das Material ist langlebig und widersteht allen Umwelteinflüssen. Daher altert es praktisch nicht. Besonders gut hat mir die Innenseite gefallen, in die unzählige Hamilton-H geprägt sind, die ein Muster ergeben. Die Dornschließe passt optisch perfekt zum roségoldenen Gehäuse. Über den Tragekomfort konnte ich mich während meiner Testtage nicht beschweren. Dieser war ausgesprochen gut.

Futuristisch: das Kautschukarmband. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Mein Fazit zur Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton: eine Uhr, die Elvis gefallen hätte!

Hamilton gelingt es, die Ventura von 1957 neu zu denken und sie ins Jahr 2021 zu überführen – eine Leistung, die nicht allen Remakes gelingen. Man muss es der Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton einfach zugutehalten, die Ikone neu zu interpretieren und dabei nicht wie eine schwächere Kopie des Originals zu wirken. Die Skelettierung sowie das Kaliber geben der neuen Ventura Elvis80 Skeleton etwas Eigenständiges, wodurch auch diese Uhr das Potenzial besitzt, zu einer echten Ikone zu werden.

Details des Zifferblattes. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Im Design der Uhr mit der Referenznummer H24525331 spiegeln sich neben der Extravaganz Hollywoods gleichzeitig die Schweizer Präzision und Qualität wider, die tadellos sind.

Sportlich oder schick? Diese Frage muss sich der Kunde beim Kauf einer Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton stellen. Zur Markteinführung bringt Hamilton die Neuinterpretation in zwei verschiedenen Farbdesigns heraus. Wer es sportlich-technisch mag, der greift zum Modell mit schwarzer PDV-Beschichtung und roter Pulslinie. Die hier vorgestellte Uhr finde ich eher elegant. Beide Modelle besitzen das schwarze Kautschukarmband. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1695 Euro.

Die futuristische Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton Auto ist damit für alle genau das richtige, die etwas Außergewöhnliches am Handgelenk tragen wollen! Eine Uhr, die Elvis definitiv gefallen hätte!

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Eine sehr eigenständige Neuauflage. Photo © 2021 by WATCHDAVID®
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Die Schließe. Photo © 2021 by WATCHDAVID®
Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton Auto H24525331
Photo © 2021 by WATCHDAVID®
Hamilton Ventura Elvis80 Skeleton Auto H24525331
Die Krone. Photo © 2021 by WATCHDAVID®

Galerie:

Mehr über Hamilton und die Ventura Elvis80 Skeleton

Hier geht’s zur Uhr im Shop

Das sportliche Schwestermodell

Hamiltons Homepage

Mehr Fotos & Infos in der Pressemitteilung von Hamilton auf WATCHDAVID: HAMILTON VENTURA ELVIS80 SKELETON: EIN FUTURISTISCHES ERBE

Technische Daten

NameHamilton Ventura Elvis80 Skeleton Auto

ReferenznummerH24525331

MarkeHamilton

KategorieRetro Uhren

Preis ab1695 Euro

Garantiek.A.

Gehäuse Material316L Edelstahl / PDV-Beschichtung

Durchmesser14.50 mm x 28.40 mm

Höhek.A.

UhrenglasSaphirglas

UhrentypAutomatik

Wasserdicht bis5 bar (50 m / 164 ft)

Uhrwerk NameCaliber H-10-S

Ganggenauigkeit80 Stunden

FunktionenMinute / Sekunde / Stunde

Ziffernblattfarbeschwarz, skelettiert

Indizesstrichförmig

Lünettedreieckig

Armband Farbeschwarz

Armband MaterialKautschuk

SchließeDornschließe