DAVOSA Newton Pilot Chronograph Referenz 161.578.55 Test
Also available in:
English
Der DAVOSA Newton Pilot Chronograph tritt an, mein neuer Daily Beater zu werden. Klassische Fliegeroptik, nützliche Chronographenfunktionen und Schweizer Qualität: mehr braucht es im Alltag nicht, oder? Ich habe einen völlig „normalen“ Piloten-Chronographen getestet – ohne Schickschnack. Warum das die vielleicht beste Wahl ist, erfährst Du im Folgenden…
DAVOSA und seine Chronographen
Auf zu neuen Höhen! Die DAVOSA Newton Pilot-Kollektion ist innerhalb des Uhrenkosmos der Schweizer Marke eine etablierte Instanz. Nur logisch, dass DAVOSA die Familie seiner Pilotenuhren ausbaut. Ich habe in den eigenen Archiven gewühlt und mit Erstaunen festgestellt, dass ich mittlerweile 3 Referenzen der Newton Pilot im Uhren-Test unter die Lupe genommen habe. Auf den DAVOSA Newton Pilot Moonphase Chronograph folgte die Dreizeigeruhr DAVOSA Newton Pilot Automatic und zuletzt der DAVOSA Newton Pilot Rallye Chronograph.

Heute schauen wir uns wieder eine Uhr von DAVOSA, wieder eine Newton Pilot und wieder einen Chronographen an. Im Gegensatz zu den beiden bereits getesteten Brüdern ist der limitierte DAVOSA Newton Pilot Chronograph (mit der Referenznummer 161.578.55 am schwarzen Rindlederband) jedoch nicht mit einem „Sonderthema“ versehen. Er behandelt also weder die Thematik Motorsport, noch besitzt er eine besondere Funktion wie die Mondphasenanzeige.
Mein neuer Daily Beater?

Was soll dieser Chronograph dann, könnte man sich fragen? Wo hat er seine Berechtigung? Diese beiden Fragen lassen sich schnell beantworten. Vorab: müsste ich mich zwischen Moonphase, Rallye Chronograph und diesem „Basismodell“ entscheiden, würde ich immer Letzteres nehmen. Eine besondere Optik mag immer ihren Reiz haben. Wenn ich jedoch eine Armbanduhr in meine Sammlung aufnehmen, sie Jahre oder Jahrzehnte und möglichst regelmäßig tragen möchte, wäre der DAVOSA Newton Pilot Chronograph meine sichere Bank, mein Daily Beater, mein zuverlässiger Begleiter in jeder Lebenslage. Damit habe ich das Fazit fast schon vorweggenommen: der DAVOSA Newton Pilot Chronograph ist optisch der Pilotenchronograph par Excellence. Warum sich ein Blick unter das klassische Gewand jedoch trotzdem lohnt, erfährst du in diesem Bericht.
Hands on: der DAVOSA Newton Pilot Chronograph

Das Paket ist groß und misst 20x20x11 Zentimeter. Entscheidend ist der Inhalt, eine hochwertige Präsentation sieht man natürlich trotzdem gerne. Der DAVOSA Newton Pilot Chronograph ist ein funktionaler, sportlicher und maskuliner Chronograph mit Klasse. Das Design mit den gebürsteten Gehäuseoberflächen, den großen, gut ablesbaren Indizes, Totalisatoren und Drückern ist für mich der Inbegriff von Understatement. Zeitloser könnte ein Zeitmesser nicht aussehen. Es wird schnell ersichtlich, warum diese Uhr Daily Rocker-Qualitäten besitzt.

Mein Testmodell 161.578.55 ist mit dem schwarzen Lederband ausgestattet, welches hart, stabil und sehr hochwertig verarbeitet wirkt. Der Tragekomfort ist ab dem ersten Mal hervorragend. Mit dieser Spezifikation sieht der Newton Pilot Chronograph am Handgelenk noch sportlicher aus. Die Sportlichkeit wird von den roten Akzenten auf dem Rehaut und am Sekundenzeiger unterstrichen. Weiße Kontrastnähte am Lederband sorgen für den Vintage-Look. Wer dagegen ein Stahlband mit Faltschließe bevorzugt, ist mit der Referenz 161.578.50 besser versorgt. Inklusive Metallband wiegt die Uhr 180 Gramm und ist zum Preis von 2.595,- Euro exakt 100 Euro teurer als mein Modell am Lederband. Die Breite zwischen den Bandanstößen beträgt 21 Millimeter.

Mit dem deutlich geringeren Gewicht von nur 108 Gramm und dem Durchmesser von 42 Millimetern gibt der DAVOSA Newton Pilot Chronograph eine gute Figur am Handgelenk ab. Trotz der Gehäuselänge von 50 Millimetern schmiegt sich der Chronograph dank gebogener Hörner gut an das Handgelenk an.
Auf Premium-Niveau: das Gehäuse
Das Gehäuse selbst besteht aus 316L Edelstahl, der überwiegend gebürstet ist, jedoch auch mit polierten Oberflächen veredelt wurde. Das lockert das Gesamtbild am Handgelenk auf und holt die Uhr ein wenig aus der „Toolwatch“-Ecke heraus, was ihrer Funktion als alltagstauglicher Begleiterin zugutekommt. Die Haptik der Drücker und Krone ist großartig, ebenso wie die Verarbeitung des Gehäuses insgesamt. Das flach ausgeführte Saphirglas besticht durch seine Kratzfestigkeit und ist zur besseren Ablesbarkeit entspiegelt. Bis in eine Tiefe von 70 Metern ist das Gehäuse wasserdicht. Auf Tauchstation solltest du mit dem DAVOSA Newton Pilot Chronograph also nicht gehen. An der Gehäuseseite bei 9 Uhr findest du deine Limitierungsnummer.

Ein kleines Schmankerl bietet die Rückseite, die DAVOSA mit einem vierfach verschraubten Glasboden ausgestattet hat. Auf den skelettierten Rotor selbst ist man besonders stolz. Er besteht aus BEYOND STEEL, der nicht mit Edelstahl gleichzusetzen ist. Das künstlich hergestellte Material ist nach Angaben der Schweizer zweimal so hart wie Edelstahl, korrosionsfrei und hält einer Hitze von bis zu 2.950 Grad Celsius stand. Ohne viel Fantasie lassen sich im Rotor die Umrisse eines historischen Steuerhorns aus einem Flugzeug erkennen – eine kleine Reminiszenz zum Ursprung dies Fliegerdesigns.

Uhrwerk und Zifferblatt des DAVOSA Newton Pilot Chronograph
Es ist keine Überraschung und nein, das ist auch keine Kritik. Das Kaliber, was DAVOSA in seinem Newton Pilot Chronograph (und auch in den oben genannten anderen Chronographen) verbaut, ist das bekannte Sellita SW510. Der Dauerbrenner aus Schweizer Fertigung wird unter dem bei DAVOSA üblichen „Decknamen“ DAV 3052 eingebaut. Neben Stunde, Minute, Sekunde und einer Datumsfunktion (wunderschön symmetrisch bei 6 Uhr zu finden) treibt das Automatikwerk Funktionen wie die Kleine Minute und eine 30-Minuten-Zeit an – alles, was man im Alltag so benötigt, nicht mehr und nicht weniger.

Richtig gut gefällt mir das mit einem Sonnenschliff veredelte Zifferblatt. Noch so ein Detail, das den DAVOSA Newton Pilot Chronograph noch eine Spur edler und besonders wirken lässt. Dank großzügig gestalteter, arabischer Indizes lässt sich das Zifferblatt hervorragend ablesen. Zeiger und Indizes sind mit SuperLumiNova Leuchtmasse vom Typ BGW9 belegt und leuchten im Dunkeln bläulich. Ebenfalls gut gefallen mir die roten, sportlich anmutenden Farbakzente des Zifferblattes. Ein Tachymeter findet man auf dem Rehaut.

Mein Fazit zum DAVOSA Newton Pilot Chronograph
Der DAVOSA Newton Pilot Chronograph ist kein lauter Zeitgenosse, der mit der Tür ins Haus fällt, um Aufmerksamkeit ringt, alle anderen übertreffen will und am Ende doch vor allem aus viel heißer Luft besteht. Diese Uhr besitzt Substanz, Klasse und Understatement. Sie benötigt keine ausgefallenen Funktionen oder Farben. Der DAVOSA Newton Pilot Chronograph begeistert durch Qualität, Unaufgeregtheit, Zuverlässigkeit und Stil. Dafür sorgt nicht nur das Design, sondern ebenfalls die gewohnt gute Schweizer Qualität, die DAVOSA wieder einmal liefert.

Fast schon schade, dass DAVOSA die Stückzahl seiner Uhr auf gerade einmal 300 Exemplare begrenzt. Noch wichtiger als sonst gilt also, nicht zu lange zu zögern, sofern man sich für die DAVOSA Newton Pilot Chronograph interessiert. Der Preis für meine Testuhr mit Lederband liegt bei 2.495,- Euro, für die Variante mit Metallband bei 2.595,- Euro. Alle wichtigen weiterführenden Infos findest du im Folgenden
Mehr über DAVOSA und den Newton Pilot Chronograph

Hier geht’s zur Referenz 161.578.55 (Testuhr) im Shop von DAVOSA
Die Referenz 161.578.50 mit Metallarmband im Shop von DAVOSA
Noch mehr Chronographen im Uhren-Test
Alle DAVOSA Uhren-Tests auf einen Blick
Technische Daten
NameDAVOSA Newton Pilot Chronograph
Referenznummer161.578.55
MarkeDavosa
KategorieFliegeruhren
Preis ab2.495€
Garantie2 Jahre
Gehäuse Material316L Edelstahl
Diameter42.00 mm
UhrenglasSaphirglas
UhrentypAutomatik
Wasserdicht7 bar (70 m / 229 ft)
Uhrwerk NameDAV 3052 (Sellita SW510)
ZiffernblattfarbeSchwarz
BesonderheitenBGW9 Super Luminova
Also available in:
English
Kommentare