Sicura Hexa 400 Test
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Die Sicura Hexa 400 steht für die Wiedergeburt der traditionsreichen, heute jedoch fast vergessenen Schweizer Uhrenmarke Sicura. Ob die neue Taucheruhr den Innovationsgeist von Sicura in sich trägt und welche spannende Verbindung zu einer gewissen Uhrenmarke namens Breitling besteht, liest du in diesem Testbericht.
Ein Stück Schweizer Uhrengeschichte wird wiederbelebt
Die Sicura Hexa 400 ist eine besondere Taucheruhr, insbesondere für die Marke selbst. Sie markiert einen Neuanfang, eine Wiedergeburt einer Marke, die für die Schweizer Uhrenwelt eine unheimlich große Rolle gespielt hat, heute jedoch meistens vergessen wird oder unerwähnt bleibt. Die Wichtigkeit von Sicura selbst kann man dabei allerdings gar nicht hoch genug schätzen.
Die Geschichte hinter Sicura

Um die heutige Bedeutung von Uhrenfirmen und Modellen zu verstehen, lege ich großen Wert darauf, in Uhren-Tests immer mal wieder in die Geschichte einzutauchen.
Gegründet 1939 in Grenchen in der Schweiz, entwickelte sich Sicura in den 1960er und 70er Jahren zu einer der innovativsten Uhrenfirmen der Schweiz. Maßgeblich verantwortlich für den Erfolg war Ernest Schneider, der das Unternehmen zu dieser Zeit leitete. Der vielseitig begabte Inhaber war ursprünglich Elektroingenieur, Militärmajor und obendrein ein Pilot. Vor allem seinem Einfluss war es zu verdanken, dass Sicura regelmäßig unkonventionelle Lösungen und Erfindungen vorstellte.

Ein paar Beispiele gefällig? Eine Uhr besaß eine integrierte Wasserwaage, mit der man sogar einen Alkoholtest durchführen konnte. Ein sogenannter Smoke Watcher einer Uhr sollte Rauchern dabei helfen, ihren Zigarettenkonsum zu reglementieren. Ernest Schneider experimentierte früh mit elektronischen Anzeigen, Solarenergie und digitalen Technologien. Sicura baute damit sozusagen Vorläufer heutiger intelligenter Smartwatches. Schneiders Talent war es, Trends frühzeitig zu erkennen und für sein Geschäft zu adaptieren.

Wie Sicura die Marke Breitling rettete
Die Geschichte von Sicura nahm 1979 eine entscheidende Wendung. Schneider, der zu dieser Zeit bereits die Ablösung von mechanischen Uhren durch Quarztechnologien vorausgesagt hatte, erhielt die Möglichkeit, Breitling zu kaufen. Die traditionsreiche Uhrenmarke war im Zuge der Quarzkrise in finanzielle Schieflage geraten. Am 5. April 1979 unterschrieben Schneider und Willy Breitling einen Vertrag über die Rechte an den Namen Breitling und Navitimer – nicht über die Firma selbst. Die Breitling-Fabrik in La Chaux-de-Fonds war zu diesem Zeitpunkt bereits seit Dezember 1978 geschlossen, die Bestände an Werken und Teilen in der Quarzkrise abverkauft. Wenige Wochen nach der Unterschrift, im Mai 1979, starb Willy Breitling. Schneider setzte den Namen auf seine laufende Firma in Grenchen – aus der Sicura-Fabrik wurde die Produktionsstätte von Breitling, und aus der Sicura AG wurde Anfang der 1990er Jahre die Breitling AG.
Während Breitling bald wieder neue Erfolge einfahren konnte, verschwand der Name Sicura in den 1990er Jahren von der Bildfläche: 1993 wurde aus der Montres Sicura AG die Breitling AG. Die Familie Schneider war noch bis 2017 im alleinigen Besitz von Breitling. Stückweise verkaufte man erst 80% der Anteile für 870 Millionen US Dollar, ein Jahr später die verbleibenden 20% an die Investmentgesellschaft CVC Capital Partners.

Ernest Schneider verstarb 2015 im Alter von 94 Jahren. In einem Interview, das seine Tochter Valerie der ARD zwei Jahre zuvor gab, zitierte sie ihren Vater: „die Welt gehört denjenigen, die früh anfangen“. Kaum ein Satz könnte die Philosophie von Sicura besser beschreiben.
Der erste Eindruck der Sicura Hexa 400
Hinter der heutigen Testuhr (und der Marke Sicura ebenso) steht nicht die ehemalige Montres Sicura AG, die wir heute unter dem Namen Breitling kennen. Die heutige Uhrenmarke Sicura ist ein eigenständiges Projekt, deren Initiatoren den Markennamen wiederbelebt haben. Trotzdem möchte ich wissen, ob der Geist von Sicura, innovative Uhren zu günstigen Preisen herzustellen, noch besteht.

Die Sicura Hexa 400 macht den Anfang. Bei dem Modell handelt es sich um eine Neuauflage der Sicura SuperWaterproof, die etwa um das Jahr 1970 produziert wurde. Vergleicht man die 2026er Hexa 400 mit dem Original, werden die Gemeinsamkeiten, sprich die ikonische, sechseckige Gehäuseform, das reduzierte Zifferblatt mit der guten Lesbarkeit und die ikonische Zeigerform sofort ersichtlich.
Drei Referenzen werden zum Marktstart verkauft. Die H400.SS.A.40ATM.01.SS mit schwarzgelbem Zifferblatt, die H400.SS.A.40ATM.02.SS mit blaugelbem Zifferblatt und die H400.SS.A.40ATM.03.SS mit orange-weißem Zifferblatt. Gerade die ersten beiden Farbvarianten verweisen klar auf den Bezug zu Breitling mit seinem berühmten Signature-Gelb.

Die Sicura Hexa 400 trägt sich angenehm am Handgelenk. Als angenehm empfinde ich dabei den kompakten Gehäusedurchmesser von 40 Millimetern. Es scheint, als gehe der Trend wieder weg von großen, dick auftragenden Uhren. Die Breite zwischen den Bandanstößen beträgt 46 Millimeter, die Gehäusehöhe 14 Millimeter.
In Kombination mit den erfrischenden Farben gibt die Toolwatch ein selbstbewusstes, aber professionelles erstes Bild ab.
Alles, was man zum Tauchen benötigt: das Gehäuse
Das Gehäuse unterstreicht den Charakter einer Toolwatch. Die Sicura Hexa400 besticht durch ein klassisches Edelstahlgehäuse mit einer besonderen sechseckigen Form, das der Uhr ihren Namen verleiht und der SuperWaterproof entlehnt ist. Der korrosionsfeste und langlebige Edelstahl erhält in der Fertigung ein gebürstetes, sportlich anmutendes Finish. Auch die Lünette mit 120 Klicks besteht aus Edelstahl, besitzt allerdings eine Keramikeinlage.

Als besonders praktisch empfinde ich die innere, zweite Lünette, die mit einer Dualtime-Funktion ausgestattet ist. Somit lässt sich die Sicura Hexa400 nicht nur als reine Taucheruhr verwenden, sondern ermöglicht es ihrem Träger, zusätzlich auf Reisen die Zeit der Heimat ablesen zu können.
Sicura weist das Gehäuse als wasserdicht in bis zu 400 Meter Tiefe aus. Damit übertrifft die Sicura Hexa 400 den Standard für Taucheruhren um das Doppelte. Als ernstzunehmende Taucheruhr besitzt die Hexa 400 standesgemäß Saphirglas. Es ist nicht nur mit einer Antireflexbeschichtung, sondern auch mit einer Anti-Fingerprintbeschichtung versehen. Gut lesbare Indizes sowie eine großzügig eingesetzte Super-LumiNova Beschichtung sorgen dafür, dass die Uhrzeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen problemlos abzulesen ist. Kronen und der Gehäuseboden sind verschraubt.

Uhrwerk, Armband und mehr
Im Inneren arbeitet das bewährte Sellita SW200 Automatikwerk aus Schweizer Fertigung. Das Kaliber besitzt Stunden-, Minuten-, Zentralsekunden- und Datumsanzeige sowie eine Gangreserve von rund 38 Stunden. Das SW200 gilt als robust, zuverlässig und weltweit einfach zu warten. Für eine Uhr, die als Alltags- und Sportuhr konzipiert wurde, ist das meiner Meinung nach eine sinnvolle Entscheidung.
Das dreigliedrige Armband besteht aus Edelstahl. Es wirkt hochwertig verarbeitet und lässt sich über die Schließe für den perfekten Halt feinjustieren.

Mein Fazit zur Sicura Hexa 400
Wie viel vom „alten“ Sicura und der SuperWaterproof steckt noch in der Hexa 400? Immerhin leben wir heute in einer Zeit, in der Uhren nicht mehr die Funktion von innovativen, vielseitigen Messgeräten einnehmen. Das haben längst Smartphones und Smartwatches übernommen. Eine klassische Armbanduhr sendet im Notfall natürlich keinen Hilferuf ab. Sie ist ein sehr persönliches Staple Piece, das seinen Träger begleitet und eine Geschichte erzählt.
Sicura gelingt stattdessen etwas anderes. Die neugeschaffene Marke kreiert eine vielseitige und äußerst professionelle Taucheruhr, die sich an anspruchsvolle Träger richtet, welche die Historie und die Bedeutung von Sicura zu schätzen wissen. Technisch bietet die Hexa 400 alles, was man von einer zeitgemäßen, in der Schweiz hergestellten Taucheruhr erwarten darf: ein bewährtes Sellita-Werk, 400 Meter Wasserdichtigkeit, Keramiklünette, Saphirglas und eine hochwertige Verarbeitung.

Die Tatsache, dass sich die Hexa 400 neben ihrer Funktion als Taucheruhr ebenfalls als Weltzeituhr eignet, steht ganz im Zeichen von Ernest Schneider. Der Erfindergeist des ehemaligen Inhabers lebt somit weiter.
Sicura Hexa 400: Preise und Verfügbarkeit
Wenn du eine hochwertig verarbeitete, vielseitige Taucheruhr mit Charakter und einer spannenden Geschichte suchst, solltest du dir die Sicura Hexa400 genauer anschauen. Die UVP für alle drei Referenzen liegt bei 1.450,- Euro. Auch in meinem Shop wirst Du die Hexa 400 finden.

Im Folgenden findest Du alle wichtigen Links zur Uhr.
Mehr über Sicura und die Geschichte
Hier geht’s zu allen drei Referenzen in meinem Shop
Noch mehr Taucheruhren-Tests in meinem Blog

Technische Daten
NameSicura Hexa 400
ReferenznummerH400.SS.A.40ATM.03.SS (orange), H400.SS.A.40ATM.02.SS (blau), H400.SS.A.40ATM.01.SS (schwarz)
MarkeSicura
KategorieTaucheruhren
Preis ab1.450€
Garantie2 Jahre
Gehäuse Material316L Edelstahl
Diameter40.00 mm
Höhe14 mm
UhrenglasSaphirglas
UhrentypAutomatik
Wasserdicht400 m / 40 ATM / 1.320 ft
Uhrwerk NameSellita SW200
Ganggenauigkeit38 Stunden
FunktionenDatum / Minute / Sekunde / Stunde
ZiffernblattfarbeSchwarz-Gelb, Blau-Gelb, Orange-Weiß
BesonderheitenDual-Time / Indizes mit Leuchtmasse gefüllt / Swiss Super-LumiNova® / Zeiger mit Leuchtmasse gefüllt
LünetteEdelstahl / GMT-Funktion / innenliegend / Keramik Inlay / Taucherlünette
Armband Farbeblau / gelb / orange / schwarz / weiß
Armband Material316L Edelstahl
Schließe316L Edelstahl
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